Gebet gegen den Menschenhandel - 8. Februar
Zum Weltgebetstag gegen den Menschenhandel am 8. Februar laden Katholische Frauen- und Männerbewegung und und die Diözese ein, im Gebet Anteil zu nehmen an den Leiden von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern, die von Menschenhandel betroffen sind. Laut Schätzungen sind weltweit rund 35 Millionen Menschen Opfer von dieser modernen Form der Sklaverei. Sie werden als Zwangsarbeiterinnen oder für den Organhandel ausgebeutet. Es sind Menschen, die in der Hoffnung auf Verbesserung ihrer Lebensumstände ihre Heimat verlassen haben und die sich nicht gegen Erpressung, Vergewaltigung, Zwangsarbeit, Zwangsprostitution wehren können. Diese Form der Sklaverei in unserer Mitte geht uns alle an. Wir alle sind gefragt, wenn es darum geht, diese Gewalttaten zu verhindern und diesen Menschen unsere Stimme zu geben.
Der Weltgebetstag gegen den Menschhandel wurde im Jahr 2014 von Papst Franziskus eingeführt. Er geht auf die Sudanesin Josephine Bakhita (1869-1947) zurück, die am eigenen Leib die Entwürdigung der Sklaverei erfahren musste. Sie wurde als Mädchen verschleppt und auf Sklavenmärkten verkauft; zuletzt an einen Konsul, der sie nach Italien mitnahm, wo sie befreit wurde. Sie ließ sich taufen und schloss sich später dem Orden der Canossa-Schwestern an. Sie wirkte im Kloster in Vicenza und wurde im Jahre 2000 heilig gesprochen. Unsere Diözese macht seit zwei Jahren durch verschiedene Veranstaltungen auf dieses Thema aufmerksam.
In unserem Gebet benennen wir ihr Unrecht und machen es öffentlich. Wir wollen unsere Solidarität und unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen mit allen, die Gewalt erleiden. Wir beten um Stärke für mutige Schritte, damit Hoffnung entstehen kann. Das Gebet findet am Samstag, 8. Februar um 17 Uhr in der Kapuzinerkirche in Bozen statt.
Mit freundlicher Unterstützung von:



