Gemeinsames Positionspapier zu neuen gentechnischen Verfahren

12.02.2024
Gemeinsames Positionspapier zu neuen gentechnischen Verfahren

Bioland, Dachverband für Natur und Umweltschutz und Verbraucherzentrale Südtirol

stellen gemeinsames Positionspapier zu neuen gentechnischen Verfahren vor

Bisher sorgte das strenge EU-Gentechnikrecht dafür, dass alle Arten von NGT (NGT New Genomic Techniques) gekennzeichnet, auf Risiken geprüft wurden und jederzeit rückverfolgbar waren. Damit war garantiert, dass Bürger:innen und Produzent:innen jederzeit wussten, wo Gentechnik eingesetzt wurde und hatten so die Wahlfreiheit zu entscheiden, ob sie Gentechnik nutzen wollten oder nicht.

Mit dem aktuellen Vorschlag der EU-Kommission sollen Pflanzen, die mithilfe neuer gentechnischer Verfahren (wie der Genschere CRISPR/Cas) gezüchtet werden, künftig nicht mehr oder weniger streng reguliert werden. Hiermit wäre die Risikoprüfung sowie die Kennzeichnungspflicht nicht mehr garantiert und die Wahlfreiheit für gentechnikfreien Anbau in der EU nicht mehr möglich.

Die Verbraucherzentrale Südtirol, der Dachverband für Natur und Umweltschutz und Bioland Südtirol haben gemeinsam ihre kritischen Positionen dargelegt und die Auswirkungen auf Landwirtschaft, Natur und Umwelt sowie Konsument:innen und Produkttransparenz erläutert. Im beiliegenden Positionspapier wird auf diese sozialen, ökonomischen und ökologischen Konsequenzen eingegangen. Rund 50 Verbände, Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen aus Südtirol unterstützen dieses gemeinsame Dokument ebenfalls. Auch die Katholische Frauenbewegung unterstützt dieses Dokument.

Gleichzeitig wurde ein Appell an die verantwortlichen Politiker hier und in der EU gerichtet, sich für die Beibehaltung des Vorsorge- und Verursacherprinzips, für Transparenz und Wahlfreiheit einzusetzen. 

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