Kath. Frauenbewegung will mitmischen und aufmischen
Partizipation in Kirche und Gesellschaft sowie die Debatte um Strategien, Beteiligung voranzutreiben, standen im Zentrum der diesjährigen Sommerstudientagung der Katholischen Frauenbewegung vom 8. bis 12. Juli im niederösterreichischen Klosterneuburg. Rund 90 ehren- und hauptamtliche Leitungsfrauen aus allen österreichischen Diözesen sowie aus Südtirol waren der Einladung der kfb Wien gefolgt, unter dem Motto „einmischen.mitmischen.aufmischen“ die Bildungsarbeit für das kommende Jahr vorzubereiten. „Sowohl in der Kirche als auch in der Gesellschaft ist es dringend notwendig, Beteiligungsmöglichkeiten – insbesondere von Frauen – voranzutreiben und die Gestaltungsmacht aller zu fördern“, so Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Ines Stilling, Bundesministerin für Frauen und Gleichstellung, dankte zum Auftakt der Tagung der kfb für deren Einsatz für Frauen, „egal, woher sie kommen“, denn: „Nur mit Frauensolidarität kommen wir weiter“.
kfbö-Vorsitzende Pernsteiner verwies auf Beispiele aktuellen Engagements von kfb-Frauen, Partizipation voranzutreiben - so etwa mittels der Initiative „bleiben-erheben-wandeln“, die für die volle Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche eintritt und im Bündnis „christlich geht anders“, das sich für „solidarische Antworten auf die soziale Frage“ engagiert.
Der Auftrag, sich für Beteiligung und ein gutes Leben aller einzusetzen, ergebe sich für die kfb aus dem Evangelium. Mutmachgeschichten erzählten bei der Sommerstudientagung Menschen aus unterschiedlichen Wirkungsbereichen in Gesellschaft und Kirche. Frauen haben von Widerstand erzählt, von Frauensolidarität und innovativen Projekten. „Wir leben in einer Zeit, in der Frauen wieder in klassische Rollen gedrängt werden. Oft geht es darum, Neues auszuprobieren, ohne zu wissen, wie die Sache ausgeht“, so Irene Vieider, „es könnte ja funktionieren“.
Nützliche Instrumente für Partizipation konnten die Tagungsteilnehmerinnen der Studientagung in Workshops kennenlernen. Gemeinsam feierten die Frauen in der Otto-Wagner-Kirche am Steinhof in Wien eine Frauenliturgie, geleitet von Barbara Kampf, spirituelle Begleiterin der kfb Wien und Isabella Ehart, ehemalige geistliche Assistentin der kfbö.
„Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema der Partizipation und der Austausch mit den Frauen der Diözesanleitungen der Diözesen Österreichs hat uns für unsere Arbeit sehr gestärkt und neu motiviert“, so Irene Vieider, Vorsitzende der kfb Südtirol, die zusammen mit weiteren vier Vorstandsfrauen an der Tagung teilgenommen hat.
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