Kommt, alles ist bereit! - Weltgebetstag am 1. März

18.02.2019
Kommt, alles ist bereit! - Weltgebetstag am 1. März

„Kommt, alles ist bereit“, mit diesen Worten laden die Frauen aus Slowenien am Freitag, 1. März zum ökumenischen Weltgebetstag ein, der in rund 170 Ländern gefeiert wird. Ein weiteres Fenster in die Welt wird geöffnet, im gemeinsamen Anliegen 24 Stunden rund um den Globus nach den Texten aus Slowenien gebetet und durch „Informiertes Beten und Betendes Handeln“ ein Zeichen der Solidarität gesetzt.

„Kommt, alles ist bereit" lässt der Gastgeber im Gleichnis des Lukasevangeliums (Lk 14,15-24) den eingeladenen Gästen ausrichten - doch keiner kommt. So werden andere eingeladen: die Armen, die Blinden, die Lahmen, die, die an den Wegen und Zäunen stehen. Von eben diesen nicht Eingeladenen in ihrem Land berichten Frauen aus Slowenien in der Liturgie für den Weltgebetstag 2019. Obwohl sich seit den Zeiten des Kommunismus vieles geändert hat - Slowenien ist seit 1991 eine Demokratie - gibt es soziale Ungerechtigkeit, Armut und Ausgrenzung. Aber genau diese Menschen, wie wir sie auch im unteren Drittel des diesjährigen Titelbildes finden, sollten wir einladen, sich um sie kümmern, ihnen helfen. Das ist der Auftrag, den Jesus uns mit diesem Gleichnis gibt: Menschen am Rand der sozialen oder ökonomischen Gesellschaft beizustehen und nicht nur diejenigen "einzuladen", von denen wir dafür Gegenwerte erhoffen.

In der Liturgie hören wir auch von der Schönheit des Landes. Ein gutes Drittel des Staatsgebietes von Slowenien ist im Rahmen des europäischen Naturschutznetzwerk Natura 2000 zu Naturparks und -reservaten erklärt worden.

In mehr als 170 Ländern rund um den Globus wird am ersten Freitag im März 2019 wieder der Weltgebetstag gefeiert werden. In Südtirol fanden im letzten Jahr in 96 Pfarreien Gottesdienste zum Weltgebetstag statt – teilweise zweisprachig, teilweise ökumenisch, als Wortgottesfeier und als Eucharistiefeiern. Orte und Uhrzeiten der Feiern und weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.kfb.it

Das Titelbild des Weltgebetstag 2019 wurde von der nahezu blinden slowenischen Künstlerin Rezka Arnuš gestaltet. Im oberen Bereich finden wir Frauen in ihren nationalen Trachten. Die Mitte nimmt ein runder Tisch mit einem bestickten Tischtuch ein mit typischen slowenischen Speisen. Am unteren Rand sind eine obdachlose Frau mit einem Kind, eine blinde Frau, eine gehörlose Person mit nur einem Bein und ein spastisches Mädchen – sie alle zeigen ihre Freude über die Einladung!

Gottesdienste im ganzen Land

Die Katholische Frauenbewegung lädt ein, die Gedanken der slowenischen Frauen zum Thema „Kommt, alles ist bereit!“ zu hören und einen der Gottesdienste zu besuchen, die südtirolweit am 1. März 2019 gefeiert werden. Die Gottesdienste werden von italienisch-und deutschsprachigen, von katholischen und evangelischen Frauen vorbereitet und gestaltet, aber selbstverständlich sind auch Männer und Kinder eingeladen. Mit der Kollekte wird ein Zeichen weltweiter Solidarität gesetzt durch Förderung von Projekten. Allein in Südtirol wurden im vergangenen Jahr über 25.238,79 € gesammelt.

Einige Uhrzeiten am Freitag, 1. März und Orte:

Bozen              18:00 Uhr        Kirche San Paolo, Haslach, Weineggstraße 10

Bozen              09.00 Uhr        Dom – wird über Radio Grüne Welle übertragen

Meran             18:00 Uhr        Maria Himmelfahrt, großer Pfarrsaal

Brixen             09:00 Uhr        Dom

Brixen             17:30 Uhr        Pfarrkirche mit Stadtgebet

Bruneck          08:00 Uhr        Pfarrkirche    

Neumarkt       17:00 Uhr        Pfarrzentrum

Tramin           19:15 Uhr        Pfarrkirche

Karneid          19.30 Uhr        Haus der Dorfgemeinschaft

Mühlbach       17:00 Uhr        Pfarrkirche für umliegende Pfarreien

Leifers            08.30 Uhr        Pfarrkirche

 

Sonntag, 3. März

Innichen          09:00 Uhr        Stiftskirche

 

Projekte

Im vergangenen Jahr wurden in Südtirol Spenden in Höhe von 25.238,79 € für verschiedene Projekte rund um den Erdball gesammelt. Stellvertretend für alle Projekte stellen wir zwei Projekte vor, die einen Bezug zu Südtirol haben.

Aurea Messner, gebürtig aus Ecuador und jetzt wohnhaft in Riffian, ist die Kontaktperson des ersten Projektes. Es sieht im Dorf Pepino Loma in Ecuador den Bau und die Ausstattung von Gewächshäusern für den Gemüseanbau vor. Pepino Loma liegt auf über 2000 m Höhe. Die Menschen leben dort hauptsächlich vom Maisanbau. Die einseitige Ernährung und das geringe Familieneinkommen führten dazu, dass sich die Frauen aus dem Dorf zu einer Gruppe zusammengeschlossen und dieses Projekt zur Verbesserung ihrer Situation ausgearbeitet haben. Neben dem Bau der Gewächshäuser erhalten die Frauen auch Schulungen über Anbau und Nährwert verschiedener Gemüsesorten. Die Ernte wird unter den Frauen verteilt und zum Kochen verwendet. Was übrigbleibt, wird auf dem lokalen Markt verkauft.

Beim zweiten Projekt kennen wir die Partnerorganisation bereits von einem früheren Projekt durch die mit kleinen Spiegeln bestickten Säckchen vom Frauenfest 2014 in Brixen, die aus der Nähwerkstatt der Dominikanerinnen von St. Mary in Indien stammten. Dieselben Schwestern wollen nun in der Millionenstadt Ahmedabad jene Frauen erreichen und stärken, die bis jetzt am wenigsten gefördert und unterstützt wurden. Durch berufliche Trainings und Fortbildungen sollen die Fähigkeiten der Frauen verbessert und Möglichkeiten zur Beschäftigung geschaffen werden.

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