Gedanke des Monats 06 / 2023

Miriam Devalier
Gedanke: 
„Wenn ich Kirche mit einem Bild beschreibe, dann ist sie im Idealfall ein großes, an den Seiten offenes Zelt, ein gastfreundlicher Ort, an dem alle Stärkung erfahren können für ihr Unterwegssein und Schutz vor zu heißer Sonne, fest genug verankert, damit es nicht bei jedem Wind fortgeblasen wird, aber leicht genug, um bei Bedarf abgebaut und woanders wieder aufgestellt werden zu können.“
Johanna Brunner, Pfalzen
Impuls: 
Das Zelt - ein starkes Symbol!
In Bezug auf unsere Kirche gibt es zu denken. Ein Zelt bedeutet Unterwegssein, ein Dach überm Kopf haben, aber nicht sesshaft werden. Flexibel und offen bleiben, jederzeit bereit zum Weiterziehen.
 
Was kann das heißen: Aufbrechen – weiterziehen? Ziehen wir unsere Kreise nicht zu klein, laden wir Menschen ein, nehmen wir jemanden an der Hand, geben wir neuen Mitbürgern eine Chance. Trauen wir jemandem eine (neue) Aufgabe zu!
 
Probieren wir einmal etwas aus, was wir so noch nie gemacht haben. Es muss nicht immer so sein, weil es immer so war….
 
Das Zelt - Abenteuerlust, Urlaub naturnah und einfach; das Zelt – Kinderfreude im Garten.
 
Kirche – ein Zelt? Bescheiden und einfach: nehmen wir unsere Ansprüche und Erwartungen zurück, freuen wir uns über das Kleine – auch über kleine Schritte, über kleine Erfolge. Und lassen wir unserer Kinderfreude Raum.
 
Kirche - ein Zelt? Ein Ort für Müde, für Kranke und Gesunde, Schwache und Starke, ein Ort für Verlorene und Suchende, ein Ort für dich und mich …
Margit Nagler