Gedanke des Monats 11 / 2017

LebensNot, Roswitha Gumpold
Gedanke: 
wenn dich die Welt in den Keller zieht
dir das Leben entgleitet
der Kummer nicht mehr mit den Wolken von dannen zieht
denk himmelwärts
 
wenn du dich einsam und verlassen fühlst
keinen weißt
der an dich denkt
denk himmelwärts
 
wenn das Licht der Freude
nicht mehr bis zum Abend reicht
die Angst nicht mit dem Winter weicht
denk himmelwärts
 
denk himmelwärts
so der Himmel
in dein Leben reicht
 
Petra Stadtfeld
 
 
Impuls: 
Der Esel im Brunnen
Eines Tages fiel der Esel eines armen Bauern in einen alten, ausgetrockneten Brunnen. Der Esel schrie fürchterlich, aber dem Bauern und seinen Nachbarn gelang es nicht, das Tier aus dem tiefen Schacht herauszuziehen, so sehr sie es auch versuchten. Schließlich beschloss der Bauer schweren Herzens, den Esel sterben zu lassen. Da der Schacht ohnehin zugeschüttet werden sollte, schaufelten die Männer Sand und Schutt in den Brunnen, um den alten Esel gleich im Schacht zu begraben. Als der Esel spürte, was mit ihm geschehen sollte, schrie er noch lauter als zuvor. Nach einiger Zeit wurde es jedoch still im Brunnen. Als der Bauer es schließlich wagte hinabzuschauen staunte er nicht schlecht. Der Esel hatte etwas Erstaunliches getan. Jede Schaufel, die auf seinem Fell gelandet war, hatte er abgeschüttelt, festgetrampelt und war auf diese Weise langsam immer höher gekommen, sodass er aus eigener Kraft aus dem Loch heraussteigen und davontrotten konnte.
Autor unbekannt