Gedanke:
„Wenn ich Kirche mit einem Bild beschreibe, dann ist sie das Salz der Erde, ein Bild, das Jesus gebraucht: Im Einfachen, Alltäglichen, in der Echtheit und Beständigkeit liegt die Kraft, glaubwürdig und überzeugend zu sein.“
Christine Gschnitzer, Wiesen/Pfitsch
Impuls:
„Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt“. Das Salz im Essen ist nur ein kleiner Teil im Ganzen. Aber es hat eine große Bedeutung. Wir sind also dieses Salz. Wir sind ein kleiner Teil in der Gesellschaft und so sind wir Frauen ein Teil in der Kirche. Wir übernehmen Verantwortung, wir verschaffen der Gerechtigkeit im Alltag Raum, wenn wir Hungrige speisen, Durstigen zu trinken geben, Fremde aufnehmen, Nackte kleiden, Kranke und Gefangene besuchen. Gerade in dieser Zeit können wir diese Werke der Barmherzigkeit leben. Wie das Salz sollen wir in der Aufgabe aufgehen und als Licht das Gesicht des anderen zum Leuchten bringen.
Salz hat eine ganz spezielle Wirkung. Wenn wir Speisen würzen, verändern sie sich von Grund auf. Sie verändern sich nicht von außen, d.h. sichtbar, sondern von innen her und sie schmecken ganz anders. Die Substanz hat sich verändert. Was will uns Jesus damit sagen, wenn es in der Bibel heißt, wir sollen Licht und Salz sein? Wir sollen nicht nur Jesus nach außen ausstrahlen, sondern uns auch Innen verändern. Die Wahrheit aus Gottes Wort würzt unser Leben wie Salz die Speisen. Ohne diese Wahrheit ist unser Leben kraftlos und fade – so wie Speisen ohne Salz. Diese Wahrheit umzusetzen, verändert uns inwendig. Das Wort Gottes infiltriert unser Leben und bewirkt Veränderung. Wie würde die Welt aussehe, ohne das liebevolle Menschen- und Weltbild und ohne die prophetische Kraft, ohne die Würze der christlichen Botschaft.
Olga Wierer



